Dienstag, 7. April 2015

Creadienstag: Tutorial zur Verarbeitung von Drückerband



Wie gestern beim Ostershirt für meinen Cousin schon angekündigt, möchte ich euch heute zum Creadienstag zeigen, wie vielseitig Drückerband ist. Für snaply durfte ich das Drückerband vernähen und ein Tutorial dazu schreiben.
Da snaply mir das Material und einen Gutschein hat zukommen lassen, muss ich diesen Beitrag als **Werbung** kennzeichnen. Im Tutorial seht ihr mein persönliches Vorgehen zum Annähen des Drückerbandes.


Das Drückerband ist ein 1,75 cm breites Band auf dem Druckknöpfe bzw. deren Gegenstücke angebracht sind. 


Dabei kann man zwischen einem Knopfabstand von 2,5 und 5 cm wählen.


Da die einzelnen Drücker und ihre Gegenstücke fest mit dem Band verschweißt sind, reißen die Drücker auch bei hoher Beanspruchung nicht aus. Das Band ist ziemlich dünn, sodass es beim Tragen nicht drückt. Drückerband eignet sich somit als Verschlussmöglichkeit an Taschen und Täschchen, Jacken, Bodys, Stramplern und Overalls, Kissenhüllen und Knopfleisten an Shirts.

Je nachdem wo das Band verwendet wird, gibt es verschiedene Möglichkeiten es einzunähen. Diese möchte ich euch an einigen Beispielen zeigen. Zuerst gibt es aber ein paar allgemeine Tipps.

Das Drückerband kann in der Länge frei zugeschnitten werden. Damit sich die Drücker genau gegenüber liegen, ist es empfehlenswert das Band zuzudrücken und dann beide Seiten gemeinsam zuzuschneiden.


Anschließend kann man sich markieren, welche Enden zusammengehören.


So kann man sicher sein, dass sich die Drücker später genau gegenüber liegen, sonst passen die beiden Seiten nicht gut aneinander und das Nähstück würde sich verziehen.






Der Abstand von der Schnittkante zum ersten Drücker bzw. Gegenstück ist abhängig davon wie das Band eingenäht wird. Laufen die Bandenden in eine Naht sollte der Abstand mindestens eine Nahtzugaben-Breite betragen.


Wird das Band frei aufgenäht sollte der Abstand 1,5-2 cm betragen.


Werden die kurzen Kanten des Bandes mit Schrägband oder einer Streifenversäuberung eingefasst, sollte der Abstand 0,25-0,5 cm mehr als die Breite des Einfassstreifens sein.


 Um das Band genau auszurichten kann man es mit doppelseitigem Klebeband (z.B. stylefix) oder Sprühzeitkleber fixieren, natürlich kann man es auch mit Stecknadeln oder WonderClips fixieren.


Das Drückerband wird vorzugsweise mit dem Reißverschluss-Füßchen vernäht, so trifft die Nadel auch wirklich das Band und sticht nicht daneben ein. Dabei näht man knapp entlang der Kante des Drückerbands.





Jetzt kommen wir zu den verschiedenen Möglichkeiten das Band zu vernähen.

1. Bandenden laufen in eine Naht
Wird das Drückerband bei Taschen oder Kissenhüllen über die gesamte Breite aufgenäht, müssen die Schnittkanten nicht mit einem Feuerzeug versiegelt werden. Da die kurzen Bandenden später durch eine Naht gesichert werden, muss man diese nicht annähen, man näht also lediglich knappkantig entlang der langen Außenkanten, so wie im ersten Bild in rot markiert.



 




2. Drückerband wird frei aufgenäht
Wenn das Drückerband als Verschluss an einen Body oder in die Knopfleiste eines Shirts aufgenäht wird, müsen die kurzen Enden vor dem festnähen eingeschlagen werden, damit die Schnittkanten nicht ausfransen können.


Anschließend wird das Band rundherum knappkantig aufgenäht, wie hier markiert.


Wird das Drückerband bei Taschen oder Kissenhüllen nicht über die gesamte Breite angenäht, kann man die Schnittkante mit einem Feuerzeug versiegeln und das Band ohne die Kante einzuschlagen rundherum festnähen. Diese Methode eignet sich nicht für Kleidung, da die versiegelte Kante etwas härter wird und kratzen oder drücken könnte.

Das rundherum aufgenähte Band sieht dann so aus, die eingeschlagenen Schnittkanten liegen schön flach.


3. Bandenden werden eingefasst
Laufen die Bandenden an eine Stoffkante, die später mit Schrägband oder einer Streifenversäuberung eingefasst wird, müssen die Schnittkanten weder versiegelt noch umgeklappt werden. Man näht das Band knappkantig entlang der langen Kante fest, wie im Bild markiert.



Die Schnittkanten werden später beim Einfassen fixiert und am Ausfransen gehindert.


Natürlich ist es auch möglich, die verschiedenen Varianten untereinander zu kombinieren, wie bei diesem Shirt mit Knopfleiste.
Das untere Ende der Knopfleiste wird umgeklappt und frei aufgenäht, das obere Ende muss nicht eingeschlagen werden, da die Schnittkante unter der Streifenversäuberung verschwindet.





Wer aufmerksam war, kann erahnen, was ich am Wochenende mit dem Drückerband genäht habe. Die einzelnen Teile werde ich euch in den nächsten Tagen noch genauer zeigen ;)

Ich hoffe, dass dieses Tutorial euch hilft in Zukunft ohne Frust Drückerband anzunähen oder euch ermutigt es mal auszuprobieren. Es lohnt sich!


Material: Drückerband mit Abstand von 2,5 und 5 cm, zur Verfügung gestellt von snaply
Stoffe: Blockstreifen-Jersey Gini von Swafing, Uni-Jersey orange und graues Bündchen über Stoffwelten, Uni-Jersey grau über Farbklecks, Stretchsweat mit Sternen über Michas Stoffecke, Webware Rosali über IKEA

Kommentare:

  1. Was für ein toller Post. Super Idee mit dem Drückerband. Das werd ich auch mal ausprobieren.
    Und 1000 Dank für die tolle Pünktchentasche. Ich hab sie gewonnen :-).
    LG ella

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Vielen Dank! Ich würde mich freuen, wenn du mir dein Ergebnis zeigst ;)

      Liebe Grüße
      Lisa

      Löschen
  2. hallo lisa,
    vielen dank für den post.
    jetzt weiß ich warum es bei mir nicht funktioniert hat und so eierig aussah....hatte den normalen nähfuß benutzt...ggrrrr.
    lg
    friedlinde

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Friedlinde,
      dann hoffe ich, dass dir mein Tutorial beim nächsten Versuch hilft und du mit dem Ergebnis zufrieden bist ;)

      Liebe Grüße
      Lisa

      Löschen